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Eine besondere Weihnachtsgeschichte

02
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12
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2021

Die Geburtsstunde einer nachhaltigen Bauplanung
Oder: Frohe Botschaften in Zeiten des Klimawandels

Eine besondere Weihnachtsgeschichte ...

Es begab sich aber zu der Zeit, dass anstelle des Lukas-Evangeliums hier eine nachdrückliche Weihnachtsgeschichte für Architekt:innen, (Bau-) Ingenieur:innen, Beratende Ingenieur:innen, Vermessungsingenieur:innen und andere Bauplaner:innen erzählt wird: „I'm dreaming of a white Christmas“.

Weiße Weihnachten in Zeiten des Klimawandels? Foto: freepik

Die Geschichte ist schnell erzählt: In ein paar Jahren, es ist Weihnachten. Ein kleiner Junge bekommt von seiner Großmutter eine Schneekugel geschenkt, die „Last Christmas“ von „Wham!“ in Dauerschleife abspielt. „Weil es doch an Weihnachten früher immer geschneit hat“, sagt die ältere Dame. Der Junge schaut seine Großmutter mit großen, verwunderten Augen an: „Oma, Schnee an Weihnachten? Das glaube ich nicht! Schnee gibt es bei uns doch nur künstlichen, auf den Skipisten in den Alpen.“ Doch die Großmutter hatte freilich recht. Als Bing Crosby 1947 den Weihnachts-Evergreen „I'm dreaming of a white Christmas“ von Irving Berlin sang, da konnte man es sich hierzulande kaum vorstellen, dass es an Weihnachten jemals kein „Winter Wonderland“ geben könnte. Weihnachten ohne „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ war undenkbar. „Leise rieselt der Schnee“ immer rechtzeitig vor Heiligabend. So war es! Doch so ist es (leider!) schon lange nicht mehr. „Alle Jahre wieder“ hoffen wir (zumeist vergebens) auf weiße Weihnachten.

Die Kluft könnte nicht größer sein: zwischen Hoffnung und Verheißung einerseits und der harten Wirklichkeit andererseits. Einerseits sagt der Engel zu den Hirten: „Fürchtet Euch nicht, denn siehe, ich verkünde Euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zu Teil werden soll: Heute ist Euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr.“ Andererseits: Wer sich in unserer Gegenwart mit offenen Augen umschaut, sieht eine Welt zum Fürchten, ganz und gar ungerettet: Kriege, die nicht enden wollen, neue Kriege, die zu noch mehr Elend und Vertreibung führen, extremistische Gewalt und Terror, dazu die immer noch wütende Corona-Pandemie. Und dann noch der (scheinbar oder tatsächlich) unaufhaltsame Klimawandel! „Morgen, Kinder, wird’s was geben“: Missernten, Hungersnot und einen rücksichtlosen Kampf um die noch verbliebenen Ressourcen. Also kein „lasst uns froh und munter sein!“ Statt uns in Dauerschleife „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ anzuschauen, lesen wir lieber die Erzählung „Schlaflos“ von Jon Fosse, eine moderne Version der biblischen Weihnachtsgeschichte. Fosse schildert die Suche eines hochschwangeren Paares nach einer Bleibe und zieht dabei ein radikales Fazit: „Wenn die Mittellosen keinen Platz finden, werden sie sich einen nehmen – ohne Rücksicht auf die Konsequenzen!“ Womit wir bei der gegenwärtigen Wohnungsnot und damit indirekt auch bei einem der größten „Klimakiller“ unserer Zeit wären: der Baubranche. Wirklich ernüchternd: Sämtliche nach dem Hochfest entsorgten Christ- bzw. Weihnachtsbäume, das gesamte nach den Festtagen weggeworfene Geschenkpapier, alle zwischen den Jahren im Müll landenden ungeliebten Geschenke, das komplette nach Weihnachten weggeschmissene Festessen sind – gemessen an der Klimaschädlichkeit – „Peanuts“ gegenüber der Baubranche.

Jedoch: Gerade in der Weihnachtszeit macht sich die Hoffnung breit! Schließlich ist für die Christen mit Jesus der Retter der Welt geboren. Und Jesus war – wie übrigens auch Josef, Verlobter der Maria, der Mutter Jesu – von Beruf Baumeister. Ein verantwortungsvoller Beruf – bis heute! Jesus vergleicht ein gut und stabil gebautes Haus mit den Menschen, die seine Worte hören und danach handeln. Besser könnte man die Bedeutung von Architekt:innen, (Bau-) Ingenieur:innen, Beratenden Ingenieur:innen und sonstigen Bauplaner:innen für den Klimaschutz nicht umschreiben: Sie ebnen den Weg, können Bauherren bzw. Investoren sowie die bauausführenden Unternehmen davon überzeugen, klimaschonender zu bauen bzw. vor allem den Baubestand zu erhalten und ressourcenschonend zu sanieren. Der Appell von Architects for Future Deutschland e.V. ist eindeutig: Sanierung geht vor Neubau, die Verwendung regionaler, nachwachsender und gesunder Baumaterialien ist Pflicht – und schont bitte unsere Flächenressourcen! Bundesarchitektenkammer und Bundesingenieurkammer sowie die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. haben sich allesamt der klimaschonenden Bauplanung verschrieben. Ob Einfamilienhaus-Debatte (Können wir es uns als Weltgesellschaft unter dem Aspekt des Klimaschutzes und des Flächenverbrauches wirklich noch erlauben, dass so viele Menschen wie möglich in Einfamilienhäuser leben?), die durch die Corona-Pandemie angestoßene Diskussion über die fragliche Zukunft von Bürogebäuden (Stichwort: Homeoffice) und unserer Innenstädte (Stichwort: Lebensraum ohne Einzelhandel) sowie die Renaissance des Holzbaues – diese Beispiele unterstreichen die Bedeutung von Architekt:innen, (Bau-) Ingenieur:innen, Beratenden Ingenieur:innen und sonstigen Bauplaner:innen als Impulsgeber:innen für eine klimafreundlichere Bau(planungs)kultur. Übrigens: Auch wenn sich der Klimawandel nicht mehr vollständig aufhalten lassen sollte, braucht es vorausschauende Bauplaner:innen, die bereits jetzt damit beginnen, unsere Gebäude bzw. unseren Lebensraum ans veränderte Klima anpassen: für den Erhalt unserer Wohn-, Arbeits- und Lebensqualität! Aus gutem Grund hat die neue „Ampel-Koalition" als Bundesregierung ein eigenständiges Bauministerium, unter der Leitung von Klara Geywitz (SPD), wieder eingeführt. Dies bedeutet eine Aufwertung der Bedeutung werthaltiger und nachhaltiger (= klimafreundlicher) Bau(planungs)kultur.

Wenn Sie sich jetzt denken, was sollen Sie als deutsche, österreichische oder Schweizer Architekt:innen, (Bau-) Ingenieur:innen, Beratende Ingenieur:innen oder sonstige Bauplaner:innen, was sollen wir in Mitteleuropa schon für den Klimaschutz ausrichten können – angesichts der großen Klimasünder China, Indien, USA und Russland? Da sind wir allesamt doch ganz kleine Lichter … Ja. – Aber: Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen. Und man muss nicht unbedingt das Licht des anderen ausblasen, um das eigene Licht leuchten zu lassen. Sprich, allen Unkenrufen zum Trotz: Jede(r) von uns kann seinen Beitrag leisten für den Klimaschutz – und damit für eine bessere Welt. Frei nach Friedrich Schillers „Wallenstein“: Wir handeln, weil wir müssen! Das gilt für uns alle! Sie als Architekt:in, (Bau-) Ingenieur:in, Beratende Ingenieur:in oder sonstige Bauplaner:in tragen zudem mit Ihrer Arbeit dazu bei, mit werthaltiger Bau(planungs)kultur unser Weltklima ein kleines bisschen zu verbessern. Ein kostbares Geschenk!

Womit wir wieder bei Weihnachten angelangt sind. „So this is Christmas and what have you done?“, fragt uns John Lennon („Happy Xmas“). Ja, Weihnachten ist einerseits „Stille Nacht, heilige Nacht!“, ein Moment des Innehaltens, des Nachdenkens und der Entschlüsse. Weihnachten ist andererseits aber auch ein kostbares Geschenk an uns alle voller Mitmenschlichkeit, Dankbarkeit und (Lebens-) Freude. Deshalb stimmen wir nun alle voller Inbrunst in Freddie Mercurys Jubel ein: „Thank God it's Christmas! Yes, it's Christmas!“ (Queen). In diesem Sinne frohe und gesegnete Weihnachten 2021, verbunden mit einer Botschaft: Architekt:innen, (Bau-) Ingenieur:innen, Beratende Ingenieur:innen oder sonstige Bauplaner:innen tragen mit ihrer Arbeit jeden Tag ein Stück zu einer klimafreundlicheren und besseren Welt bei, begleitet von der pisa Versicherungsmakler GmbH als unabhängiger Partner zur Absicherung des Berufsrisikos. Es gilt darum für uns alle: „A very merry Christmas! And a happy new year! Let's hope it's a good one!“

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